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Alles neu macht der Mai Fleischlos, und kein Alkohol 2 Bäume für Bergen 2 trees to Bergen Best of 20 Jahre – Die Wahl Links

Alles neu macht der Mai

Kurz nach meinem letzten Eintrag wollte ich dann mal wieder Fahrrad fahren. Die Gangschaltung müsste mal wieder neu eingestellt werden, ist mir gleich am Anfang aufgefallen, aber naja, das mache ich dann eben am Abend, die Hinfahrt werde ich schon schaffen.

Dachte ich. Statt dessen verbog sich die hintere Kettenführung so stark, dass sie letzten Endes, etwa hundert Meter vor meinem Standard-Fahrradständer gegenüber vom Büro, abknickte und dabei die Halterung zeriss. Die war blöderweise allerdings ein Teil des Rahmens, sodass damit dann eben auch der Rahmen — und damit das ganze Fahrrad – kapput war.

Das war Anfang April. Seit dem war ich mit meinen Eltern in Weilburg, habe wie jedes Semester bei der Erstsemester-Einführungs-Veranstaltung der Fachschaft mitgeholfen, war bei einem Probewochenende des Ehemaligenchor meiner alten Schule und habe bei der Telekomstiftung ein sehr unterhaltsames Gespräch über fleischlose Ernährung gehabt. Von alledem aber hier keine Details. Im April war sogar zweimal das Wetter gut genug für eine Mainufersession, und ich traf mich mit einem twitternden Tf aus Österreich bei seinem Zwischenstopp auf dem Weg in den Urlaub. Ende April war die von mir organisierte Sonderfahrt mit dem Ebbelwei-Expreß durch Frankfurt mit abschließendem Essen der 20 Teilnehmer, und der traditionelle Maiausflug mit Schilter im Taunus. Zwischendurch hat der RMV angefangen, Twitter für die Kundenkommunikation zu benutzen, der Ehemaligenchor meiner Schule ist auch wirklich aufgetreten.

Ein neues Fahrrad habe ich mir dann an dem Tag gekauft, in dem ich mein Handy, dessen Anschalter nicht mehr ging, zur Reparatur eingeschickt habe. Das war am 10. Mai, einen Tag vor einer Aktion der Nordwest-Grünen, die ich mitorganisiert habe und die sehr erfolgreich verlaufen ist. Schließlich war noch Pfingsten, und damit wieder Zeit für die Pfingstfreizeit und den Wäldchestag und so ein Tag, wo mit Leute immer Dinge geben wollen. Da habe ich dieses Jahr eine Satteltasche und zwei Gepäckträgertaschen bekommen.

Mein Klugtelefon ist nun heute seit zwei Wochen weg, und den Kostenvoranschlag von Mittwoch – knapp 350 € für die Reparatur von Glasbruch und Anschalter – habe ich dankend abgelehnt, denn das ist auch der Neupreis des Gerätes. Na toll. So kostet das Zurückschicken also 18 €. Am Nachbargrundstück von meinem Büro kann ich grade den Bau eines Gebäude in HD und Surround-Sound (vor allem den Sound!) verfolgen. Der Mai brachte also ein neues Telefon, neues Fahrrad, neues Gebäude, neues Lebensjahr, neues Pläne. Mal sehen, was der Juni bringen wird (und der Rest des Mais erst!).

Unter: fahrrad, frankfurt, grün, orchester, riedberg, telekom

Bjørn, 24. Mai 2013

Fleischlos, und kein Alkohol

Nachdem das Wetter im ersten Quartal so richtig mies war, ist meine Fahrradbilanz eher schlecht – statt der angepeilten 250 km habe ich nur etwa 55 km geschafft. Letztes Wochenende war außerdem Ostern, und wie schon letztes Jahr habe ich auch dieses Jahr 40 Tage lang versucht, auf Fleisch zu verzichten.

Letztes Jahr hatte ich über eine Ecke erfahren, dass ein Freund, der jetzt in Hamburg ist, auch fleischgefastet hat, und darüberhinaus noch auf Alkohol verzichtet hatte. Er berichtete, dass seine Wahl zwischen Fleisch und Alkohol oder Schokolade und Kaffee war, und er seinem Chef nicht einen Koffeinzombie zumuten wollte. Jedenfalls habe ich mich davon inspirieren lassen und dieses Jahr auch Alkohol von meinem Speiseplan verbannt.

"Unfälle" wie ein falsch bestelltes Essen gab es dieses Jahr nicht, und dass meine Mutter an einer Stelle extra für den heimkommenden Sohn Kasseler gekauft hatte, hatte ich diesmal vor dessen Zubereitung bemerkt. Dafür habe ich mit einem Kollegen und einem Glas Sekt angestoßen, als er Geburtstag hatte, und an einem Wochenende – ein sozialer Besuch bei Herford – das Fasten ausgesetzt, damit nicht wegen mir ein großer extra-Aufwand getrieben werden musste.

Davon abgesehen fiel es mir einerseits teilweise wirklich schwer, etwas Vegetarisches zu finden, und ich hatte zwischendurch manchmal extrem viel Lust auf Fleisch oder einen Apfelwein. Besonders die Woche in Dresden war hier schwierig, scheinbar sind vegetarische Gerichte in sächsischen Kneipen noch nicht so sehr angekommen wie hier (nicht dass es hier überall leicht wäre).

Andererseits fiel es mir stellenweise auch leichter als im letzten Jahr, weil ich meine Einstellung zu einigen Gerichten in den letzten Jahren stückweise geändert habe: Döner mit Schafskäse (oder wenigstens Feta) wäre letztes Jahr noch zu weit außerhalb meiner comfort zone gewesen, aber dieses Jahr habe ich ihn gegessen, und er hat auch eigentlich geschmeckt, (Rahm-)Spinat esse ich mittlerweile auch, und obwohl ich keinen Blattspinat mag, habe ich die Lasagne, die es damit einmal gab, auch lecker gefunden. Und der vegetarische Burrito schmeckt auch gut.

Bei den ganzen Eisenbahntouren letztes Jahr hatte ich mal erwähnt, dass ich mehr Wurst als gewöhnlich gegessen habe, weil Wurst einfach praktisch zum mitnehmen auf Tagestouren ist. Jetzt habe ich während meines diesjährigen Fastensein paar Tagestouren fernab der Heimat gemacht, und musste das daher mal mit Käse ausprobieren. Obwohl meine ursprüngliche Befürchtung – dass es mit Wurst einfacher geht, was Leckeres zum Beißen dabei zu haben – nicht vollends widerlegt wurde, ging es doch eigentlich ausreichend gut, sodass ich das wohl beim nächsten Mal auch ohne Fasten"zwang" machen werde.

Fastenbrechen war dieses Jahr in zwei Stufen: Alkohol gab's in Form von Apfelwein während des familiären Grüne-Soße-Essen am Karfreitag. (Das war der Ersatz für das große Oster-Essen, weil nicht alle am Gründonnerstag zum Grüne-Soße-Essen konnten und nicht alle am Sonntag zum Bratenessen konnten.) Fleisch gab es dann am Ostersonntag beim Biosteakbraten bei mir daheim. So bringt mir das Fasten dieses Jahr auch etwas für den Rest des Jahres: Es ist schön, Fleisch essen zu können, aber ich mag die Alternativen immer mehr. Den Rest des Jahres auf Fleisch verzichten? Soweit bin ich lange nicht. Aber den Rest des Jahres bewusst Fleisch zu essen und mir jedes mal wieder die Frage zu stellen, ob ich das jetzt gerade will (im Gegensatz dazu, einfach aus Gewohnheit Fleisch zu essen), das ist auf jeden Fall drin. Omnomnom.

Unter: fahrrad, grün, vegetarisches

Bjørn, 2. April 2013

2 Bäume für Bergen

Ich bewerbe mich für eine Professor/Juniorprofessor-Position in Bergen. So weit, so gut. Nachdem ich einen schönen Brief an das Komitee verfasst hatte, fand ich heraus, dass man sich über offizielle staatliche norwegische Bewerbungssystem bewerben muss, was bedeutet, dass ich meinen Lebenslauf und Brief auseinanderpflücken und getrennt in einem komischen Webformular hochladen muss. Naja, ich kann irgendwo verstehen, wie das den Auswahlprozess einfacher macht, also füge ich mich gerne.

Eine der Anforderungen hieß aber "Wissenschafltiche Arbeiten, publiziert oder unpubliziert, sollten in fünf Kopien, voll inventarisiert und sortiert in fünf identische Bündel, mit normaler Post nach [Adresse] geschickt werden". Da ich mir nicht sicher war, ob das ernstzunehmen ist, und da ich auch nicht wusste, welche wissenschaftlichen Arbeiten die meinen, fragte ich meinen alten Bergener Betreuer, der grade Frankfurt besucht. Ja, sagte er, wir lesen zwar durchaus noch auf Papier, aber wir haben Drucker und würden uns das, was uns interessiert, selbst ausdrucken, ich brauche es also nicht wirklich mit der echten Post verschicken.

Am Mittwoch erhielt ich dann eine Nachricht (Übersetzung von mir):

Wir bemerken, dass die wissenschaftlichen Arbeiten, nach denen wir gefragt haben, noch fehlen. Daher haben wir unzureichende Informationen, um Sie als Bewerber zu beurteilen.

Wir bitten Sie darum, spätestens 8 Tage nach Erhalt dieser Nachricht die fehlenden Dokumente einzuschicken:

… und der alte Text. Es scheint also, dass sie dann doch die Bäume sterben sehen wollen. Naja, Öko der ich nunmal bin, wollte ich absolut sicher gehen, was die denn wollen, also versuchte ich, einen Kontakt in Bergen ausfindig zu machen (das Bewerbungssystem macht es nicht direkt einfach, Fragen über das Verfahren zu stellen) und versuchte auch, Wissenschaflter mit Englisch als Muttersprache zu Fragen, was das genau bedeutet:

Does "Your scholarly works, published or unpublished" mean every paper&thesis I've ever written? #followerpower cc @DrMRFrancis @AstroKatie

DrMRFrancis ist ein Wissenschaftsjournalist, den ich letztes Jahr bei der Quark Matter getroffen hatte, und ich folge AstroKatie seit kurz danach. Da ich typischerweise nicht auf Englisch twittere, glaube ich nicht, dass mir irgendein Englisch-Muttersprachiger Wissenschaflter folgt, deswegen habe ich die beiden explizit erwähnt. Lange Rede kurzer Sinn: AstroKatie antwortete, dass das scheinbar alles bedeutet, inklusive Papers und Abschlussarbeiten. Danke nochmal, AstroKatie!

Nun musste ich also alle meine Paper und Arbeiten vorbereiten und ein Inhaltsverzeichnis schreiben. Weil ich noch nicht allzulange Wissenschaflter bin, sind das 341 Seiten. Doppelseitig bedruckt und zwei Seiten auf einer, sind das dann immernoch 85×5 = 425 Blätter. Mit einem Gewicht von 80 g/m² und DIN A4-Papier (was 1/16 m² groß ist), komme ich auf ein Päckchen, das 2,2 kg schwer ist.

Noch unentschieden, was ich machen solle (und noch auf Antwort aus Bergen wartend), ging ich heim. Am Abend bekam ich eine Mail von einem befreundeten Forscher, der mir erzählte, er habe sich in Bergen auf eine Stelle beworben, und er muss alle seine Paper… naja, ich glaube, es ist klar, was er sagte. Er schrieb weiter:

Ich wohne in New York, wenn ich es heute schicke und sicher gehen will, dass es ankommt, muss ich hunderte, wenn nicht tausende Dollar bezahlen. [Dieser eine Bergener Professor] ist auf einer Konferenz diese Woche und kann mir also auch nicht helfen, ich überlege deswegen, wen ich in Bergen kenne.

Wenn du jemanden kennst, der mir diese blöden Dateien drucken kann und nach [Adresse] schicken kann, ich werde sofort alle Kosten per Überweisung begleichen, die irgendjemand damit hat (Druckkosten und so).

Meine Antwort war im Prinzip "ich auch, ich auch, ich auch, ich auch, nein." – ich kenne niemanden mehr in Bergen. Aber, schlug ich vor, da ich eh auch Zeugs drucken muss und per Mail schicken muss, könnte ich sein Zeugs einfach gleich mitdrucken, und ein großen Päckchen schicken.

Da er älter und länger dabei ist als ich, sind seine gesammelten Arbeiten 891 Seiten lang. (Eine Sache allerdings: Er druckt ein ganzes 185seitiges Paper aus, zu dem wir beide jeweils zwei Seiten beigetragen hatten. Ich habe nur diese zwei Seiten gedruckt. Dafür hat er scheinbar seine Abschlussarbeiten nicht dabei.) Er stimmte zu, auch seine Sachen klein und doppelseitig zu drucken, also sind wir bei 223×5 = 1115 Blättern für ihn angekommen, oder zusätzliche 5,6 kg. Zusammen haben wir 3240 Seiten und 7,7 kg. Daheim habe ich meinen alten ThinkPad-Karton gefunden, der in etwa DIN A4-Größe hat.

Während ich gedruckt habe, wollte ich mich entscheiden, wie ich eigentlich das Päckchen verschicken sollte. DHL, UPS, FedEx, GLS und TNT fielen mir ein. Die Parameter sind: Ankunft spätestens Mittwoch, 20. März, ein Päckchen mit 38×33×25 cm und 8 kg Gewicht, von Frankfurt nach Bergen. GLS und UPS zeigen auf ihrer Webseite keine Versandkosten, was schade war, weil das langsamste bei UPS (= das billigste?) am Mittwoch garantiert geliefert würde. Preise gibt's aber nur für Versand innerhalb der EU. Die Webseite von TNT geht gar nicht, weder in Opera, noch Firefox, noch Chrome, und GLS verschickt gar nicht nach Norwegen.

DHL bietet 35 € an für ein Paket, dass – ohne Garantie — in 7-8 Tagen geliefert würde, und 47 € für 4-5 Tage, wieder nicht garantiert. Oder Übernacht-Lieferung für 151,90 €. FedEx bietet 68,03 € für Donnerstag (was zu spät ist) oder 203,51 € für Dienstag. Beim zweiten Versuch (um einem Kollegen zu zeigen, wie lächerlich teuer das ist), waren die Preise scheinbar niedriger. Was. Zum. Teufel.

Also, DHL. Bleibt noch die Frage, wie ich das zusammenbinden sollte. Für meine mickrigen 85 Blätter hilft ein Schnellhefter, aber für die 223 Blätter von dem anderen Kerl wird es schwierig, also habe ich einen dünnen Aktenordner benutzt. Naja, seht selbst:

The other guy's papers in a file folder: Doesn't fit!
Des anderen Publikationen in einem Schnellhefter: Passt nicht!
My papers, on the other hand, do fit. Yay.
Meine Paper, auf der anderen Seite, passen. Jippie.
I would have sent this. The large ring binders are his', the small green file folders are mine.
Das hätte ich geschickt. Die Ringordner sind seine, die grünen Schnellhefter meine.

Nachdem ich vier der fünf Bündel für uns beide gelocht hatte, bekam ich eine e-Mail, mit vier Bewerbern (mich eingeschlossen) in CC (anstatt in BCC, womit die Vertraulichkeit der Bewerbung gewahrt geblieben wäre, aber das ich noch das kleinste Problem):

Bewerbung für Professur

Liebe Bewerber,

Probleme beim Senden mit normaler Post.

Ich habe die Sache mit unserem Geschäftsführer diskutiert und wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass Sie die erbetenen Dokumente (wissenschaftliche Paper) auf CDs einsenden können. Sie müssen dann 5 CDs statt 5 Stapel wissenschaftliche Papier schicken.

[…]

Mann, war ich sauer in dem Moment. Die Bäume waren tot und ihre Reste mit Tinte verschmiert, und jetzt sagen die mir, alles umsonst? Ich musste mich wirklich zurückhalten, nicht eine e-Mail zu verschicken, in der ich mich bedanke, dass ich jetzt weiß, wer sich noch alles beworben hat und die Dame zu fragen, ob denn CDs auch okay sind, oder ob wir nicht doch eine Stufe mehr low-tech sein wollen und 3,5-Zoll-Disketten schicken sollten. Naja, geschrieben hatte ich das, aber nicht geschickt. Warum kann ich nicht einfach mein Zeugs irgendwo hochladen oder, noch besser, einen Link schicken, wo das sowieso öffentlich lesbar ist? Naja, aber vergleichsweise wurde alles dadurch billiger.

Letzten Endes habe ich die 5 CDs am Freitag morgen gebrannt und als 250-Gramm-Brief für 8,57 Euro verschickt. Jetzt warte ich darauf, dass die mich zu einem Talk einladen.

This is what I sent in the end: Five f-ing CDs.
Das habe ich letztendlich geschickt: Fünf verf-te CDs.
The complete letter I sent in the end. Format approximately A4, and the duct tape I used to close the letter is a left-over from the last (2009) German Parliament Election.
Der komplette Brief, wie ich ihn am Ende verschickt habe. Etwa DIN A4-groß, und das Klebeband ist noch von den letzten Bundestagswahlen übrig (2009).

Unter: physik, bergen, norge

Bjørn, 15. März 2013

2 trees to Bergen

(Das ist mein erster Blog-Eintrag auf Englisch. Eine Deutsche Übersetzung gibt es auch.

I am applying for a professor/assistant professor position in Bergen. So far, so good. After having crafted a nice letter to the committee, I found out that I have to apply via the Norwegian Government's official Application system, which means I basically had to tear apart my whole CV, my letter and everything and upload it in pieces using some strange web form. Well, somehow I can understand how this might make the evaluation process easier, so I am willing to abide by that.

One of the requirements, though, read "Scholarly works, published or unpublished, should be sent in 5 copies, fully inventoried and sorted into 5 identical bundles, by ordinary mail to [address]". Not being sure if I should take this seriously, and not knowing, which scholarly works they refer to, I talked to my former Bergen supervisor, who is visiting Frankfurt at the moment. He told that although, yes, indeed, they do usually still read on paper, they have printers and access to basically all publications on the web, so no need to send actual paper through the actual mail.

On Wednesday, I received a notification which read:

We note that the scholarly works we asked for in the announcement for the position are missing. Therefore, we have insufficient information to evaluate you as an applicant.

We ask that you no later than 8 days after you have received this message send us the missing documents, which are:

… and the previous specification. It seems, after all, that they do want trees to die. Well, treehugger that I am, I tried to make absolutely sure that is what they want, so I tried to figure out who to talk to in Bergen (the application system does not make it exactly easy to ask questions regarding the procedure) and also tried to ask some scientists who are native english speakers what exactly that meant:

Does "Your scholarly works, published or unpublished" mean every paper&thesis I've ever written? #followerpower cc @DrMRFrancis @AstroKatie

DrMRFrancis is a guy I met at Quark Matter last year, and I've been following AstroKatie since shortly afterwards. Since I don't usually tweet in english, I don't think any english-native scientist follows me, therefore I mentioned these two explicitly to make them aware of my question. Long story short, AstroKatie answered that this seems to mean everything, including papers and theses. Thank you again, AstroKatie!

Now, I had to prepare and inventorise all my papers and theses. Not having been a researcher for all too long, they amount to 341 pages. Printing them two-pages-on-one and double sided, this still means 85×5 = 425 sheets of paper. Assuming a paper weight of 80 g/m² (and using A4-paper, which is 1/16 m²), this will make a package of 2.2 kg.

Not having decided exactly what to do (and still waiting for an answer from Bergen), I went home. In the evening, I got an e-mail from a friend researcher, saying that he applied to a job in Bergen, was asked for a copy of every… well, I think you can fill in the blanks. He went on:

I live in New York, if I send it today and make sure it arrives, it will be hundreds, thousands of dollars. [That Bergen professor] is away on a conference this week, so he cannot help me, I am looking around who I know in Bergen.

If you know anyone who can print these stupid files, and send them to [address] I will immediately refund you any expense anyone spends on this (printing as such) with a bank transfer.

Well, my answer was basically "me too, me too, me too, me too, no." — I do not have any ties left to Bergen. But, I suggested, since I am going to print that stuff anyways and send it by mail, I would be willing to print his stuff right along, and send one big package.

Since he is older than me and has written a lot more papers than I have, his collected works amount to 891 pages. (One thing to mention, though: he prints the entirety of a paper with 185 pages, which both of us co-authored — contributing two pages each. I only include those pages. He, on the other hand, does not seem to include his theses.) He agreed to also print them small and two-paged, so we're down to 223×5 = 1115 papers on his account, adding another 5.6 kg to the package. Together, we will have 3240 pages and 7.7 kg. At home, I found the old box my ThinkPad came in, whose dimensions are roughly A4-sized.

While printing, I tried to figure out how to send the package. Basically, five options came to mind: DHL, UPS, FedEx, GLS, TNT. The parameters I need are: Arrival on or before Wednesday, March 20th, of a package 38×33×25 cm with a weight of 8 kg, from Frankfurt, Germany to Bergen, Norway. For GLS and UPS, I was unable to find out shipping costs online: UPS told me that there are three offers, the slowest of which (and I presume that will also be the cheapest) guarantees delivery by Wednesday. Prices, though, are only available for shipping to other EU-countries (which Norway isn't). TNT has a completely disfunctional website, that neither Opera nor Firefox nor Chrome could display properly, and GLS don't deliver to Norway at all.

DHL offers 35 € for a package that takes 7-8 days to deliver, but no guarantees. They also offer 47 € for a package that takes 4-5 days to deliver, but no guarantees either. And they offer 151.90 € for a guaranteed overnight delivery. FedEx offers 68.03 € for a package delivered on thursday (which is too late) and 203.51 € for a delivery on tuesday. On second try here (to show the ridiculous prices to a colleague), prices were different for the exact same thing. What. The. Fuck.

Anyways, DHL it is. Still, the question remains how I should bundle the printouts together. For my puny 85 sheets of paper, a File folder may be sufficient, but the other guy's 223 sheets prove difficult, so I used small ring binders. Well, see for yourself:

The other guy's papers in a file folder: Doesn't fit!
Des anderen Publikationen in einem Schnellhefter: Passt nicht!
My papers, on the other hand, do fit. Yay.
Meine Paper, auf der anderen Seite, passen. Jippie.
I would have sent this. The large ring binders are his', the small green file folders are mine.
Das hätte ich geschickt. Die Ringordner sind seine, die grünen Schnellhefter meine.

After having punched wholes through four of the five bundles for each of us, I received an e-mail, with four applicants (including me) in CC (instead of putting us in BCC, thus preserving our privacy, but, well, that's just the least of the problems):

Applicatons for professorship

Dear applicants,

Problems with sending papers by ordinary mail.

I have discussed the matter with our Head of Administration and we have concluded that you can send the requested documents (scientific papers) on CDs. You must then send 5 CDs instead of 5 stacks of scientific papers.

[…]

Boy, was I mad at that moment. The trees were dead and their remainders sullied with ink and now they tell me, all was in vain? I really had to restrain myself from actually sending a mail thanking the lady that I now know who else applied and making sure that they can handle such high-tech devices like CD-ROMs or if they didn't maybe prefer 3.5" floppy disks. Well, I wrote it, but I didn't send it. Why I cannot simply upload my stuff somewhere – or better still, send them a link to where it is anyway – I don't know. But it made everything cheap from there.

In the end, I burned 5 CDs on friday morning, and sent them as a 250-gramms-letter for 8.57 Euros. Now I am waiting for them to invite me to give a talk.

This is what I sent in the end: Five f-ing CDs.
Das habe ich letztendlich geschickt: Fünf verf-te CDs.
The complete letter I sent in the end. Format approximately A4, and the duct tape I used to close the letter is a left-over from the last (2009) German Parliament Election.
Der komplette Brief, wie ich ihn am Ende verschickt habe. Etwa DIN A4-groß, und das Klebeband ist noch von den letzten Bundestagswahlen übrig (2009).

Unter: physik, bergen, norge

Bjørn, 15. März 2013

Ältere Artikel gibt's im Archiv

Best of 20 Jahre – Die Wahl

Nun ist dieses Jahr, letztes Wochenende, das Gitarrenorchester zwanzig Jahre alt geworden, und das wurde natürlich wie immer mit einem Pfingstkonzert gefeiert. Dieses Jahr gab es etwas ganz besonderes: Aus den Stücken der letzten zwanzig Jahren wurden von den Orchestermitgliedern die besten Stücke gewählt. Einzige Einschränkung war, dass die Stücke in acht Kategorien eingeteilt wurden, damit das Programm so bunt gemischt ist wie jedes Jahr.

So gewannen in der Kategorie Renaissance die drei Stücke von Gaspar Sanz Villano, Torneo und Españoleta in der Bearbeitung von Martin Schumacher, im Barock setzte sich die Air vom Meister aller Klassen Johann Sebastian Bach durch, in einer Bearbeitung von Wolfgang Haun. Die Klassik wurde durch Wolfgang Amadeus Mozart vertreten, dessen Kleine Nachtmusik in der Bearbeitung von Josef Kleinfelder ins Programm gewählt wurde. Die Kategorie „Romantik und später“ gewann Adam Chatschaturjan mit dem Säbeltanz, arrangiert von Wolfgang Haun, der auch der Autor des Gewinners der „neuen Musik“ ist; hier wurde das 2007 uraufgeführte Stück „Wahlkampf“ aus seiner Suite „Wahl“ aufgeführt.

Bleiben noch die drei Kategorien „Rock — Pop — Jazz“, Folklore und Filmmusik. Hier gewannen Music von John Miles in der Bearbeitung von Stefan Salm und Bjørn Bäuchle von 2005, Rumba de Leo im Arrangement von Matthias Wollny und Palladio von Karl Jenkins in der Version für Gitarrenorchester von Brigitte Kilp.

Die Wahl fand anfang des Jahres per e-Mail statt, von denen Wahlleiter Stefan Salm etwa 15 auswerten musste. (Der Autor dieser Zeilen hat sich übrigens in einer Kategorie enthalten, in drei Kategorien den Gewinner gewählt und in vier Kategorien eine Minderheitenmeinung vertreten.) Die zwei Kategorien, in denen nach der Wahl gleichstand war, wurden dann von Josef, dem Dirigenten und Leiter des Orchesters, entschieden.

In einer Nebenwertung wurde auch der beste Bearbeiter erwählt: Während alle aktiven Lehrer, die in den 20 Jahren Bearbeitungen beigesteuert hatten, auch mit mindestens einer Bearbeitung im Programm vertreten waren, war Wolfgang Haun mit drei Siegen durch Säbeltanz, Wahl und Bach's Air gleich dreimal vertreten und holte sich somit den Sieg in dieser Wertung. Beide Schüler, die im Laufe der Zeit mehrere Stücke für das Gitarrenorchester arrangiert haben, waren durch die gemeinsame, allererste Bearbeitung des Monumentalstückes Music ebenfalls paritätisch vertreten.

Im Laufe der Proben stellte sich dann heraus, dass die kompletten Suiten in ihrer Gesamtheit zu lange für das Programm sind, und so wurden die Kleine Nachtmusik, die Wahl und das Zwillingsstück Rumba de Leo / La Partida jeweils auf den ersten Satz reduziert.

Mit einem solch abwechslungsreichen Programm ging es also in die drei Proben und dann abschließend auf die Klausur übers Pfingstwochenende.

Bjørn, 24. Mai 2013

Joy is to fun what the deep sea is to a puddle

Terry Pratchett, A Hat Full of Sky

Das Songbook ist derzeit bei Lied 510.

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