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Lichtschranken Reisepläne E-Book? Logik in Blöcken Modellbahn-Steuerung

Lichtschranken

Seit den letzten beiden öffentlichen Gedanken, die ich zur Verkabelung einer Modellbahnanlage hatte, sind schon wieder mehr als 9 Monate vergangen. Getan hat sich in der Zeit auf meiner Seite wenig, aber die ersten Holzrahmen für den Bahnhof D nehmen langsam Gestalt an. Bei dem ganzen Reisen dieses Jahr bin ich nicht dazu gekommen, mal eine Testanlage aufzubauen, um rumprobieren zu können, aber irgendwie packt's mich heute, was daran zu tun. Naja, da Sonntag ist, kann ich nicht losgehen und Materialien kaufen, daher bleibt es mal wieder theoretisch.

Was mich besonders umtreibt momentan ist die Ausstattung von Lichtschranken. Besonders die Frage, was mit sehr kurzen Zügen (etwa Lokzüge oder kurze Triebwagen) passieren soll: Wenn ich das Auslösen einer Lichtschranke als Gleisbesetztmeldung benutze, aufgrund derer der Strom abgeschaltet wird, was mache ich dann, wenn der Bremsweg des Zuges länger als er selbst ist? Er würde die Lichtschranke damit wieder verlassen und das Gleis als frei gelten.

Wenn man sich meine eigene Beschreibung des Blocksystems durchliest, stellt man fest, dass diese Fragestellung während des Betriebs irrelevant ist. Die Problematik ergibt sich beim Einschalten der Anlage, wenn das System nicht weiß, welches Gleis welchen Zustand hat. Muss man jedes Gleis einzeln per Hand auf "Frei" schalten? Das wäre eventuell eine Möglichkeit, aber ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob das sinnvoll ist. Also gehe ich davon aus, dass ich etwas an den Lichtschranken ändern muss.

Meine Idee ist, dass diese nicht unbedingt senkrecht zu den Gleisen stehen müssen, sondern in recht spitzem Winkel zur Gleisachse sein können. So kann man die Länge des zu überprüfenden Bereichs stark verlängern. Zusätzliche Spiegel würden helfen. Sollten Spiegel aber verschmutzt werden, wäre das Arbeit, sie wieder zu säubern, aber zwischendurch "denkt" das System, dass das Gleis belegt wäre, was wenigstens die Sicherheit aufrechterhalten würde.

Eine weitere Frage, für die ich mal basteln müsste, ist, inwiefern sich Lichtschranken in parallelen Gleisen gegenseitig beeinflussen könnten. Lichtschranken senkrecht zur Gleisachse sind zwar davon nicht ausgeschlossen, dass der Sensor von der falschen Diode beleuchtet wird, aber hier könnte eine Abschirmung zwischen den Gleisen recht klein und lokal begrenzt ausgeführt werden. Schwierigier ist es, wenn eine Abschirmung, die aus Platzgründen wohl parallel zu den Gleisachsen gebaut werden muss, sehr groß sein muss, um eine Toleranz von wenigen Grad zu erreichen, denn so würde es schwierig werden, per Hand in die Anlage einzugreifen, was natürlich besonders im Schattenbahnhof möglich sein sollte.

So, nun habe ich mal wieder laut über Modellbahn nachgedacht; ich muss wirklich mal basteln, glaube ich. Verdammte Sonntage.

Unter: modellbahn, bahn, technik, blocksystem

Bjørn, 21. Oktober 2012

Reisepläne

Ich bin in letzter Zeit relativ viel Bahn gefahren, aber das habe ich ja schonmal erzählt. Meine Reiselust ist dadurch aber eher nicht vergangen, sondern eher größer geworden. Nun ergibt es sich momentan, dass ich ab erstem April das erste Mal seit Menschengedenken keine Fahrkarte für den ÖPNV mehr habe, also ist Handlungsbedarf gegeben. Wer mich kennt, weiß, dass ich auf keinen Fall komplett ohne Fahrkarte sein will, also ergeben sich für mich zwei Alternativen: Jahreskarte des RMV für Frankfurt für € 769,30, und für eventuelle Bahn-Fahrkarten extra bezahlen, oder die BahnCard 100 für € 3990,00, mit der ich den ÖPNV in Frankfurt auch benutzen kann (und in Bad Homburg und in Oberursel und in Darmstadt und und und). Solange ich pro Woche weniger als 62 Euro außerhalb Frankfurts verfahre, ist die Jahreskarte billiger. Wenn ich öfters fahre, würde ich mir allerdings sowieso eine BahnCard 50 für € 240,00 anschaffen, mit der ich dann 114 Euro (Normalpreis) pro Woche verfahren müsste, bevor sich die BahnCard 100 lohnt.

Was ist also die bessere Variante? Zum Glück hat man ja Freunde wie den @Fips_Schneider, der da eine richtig gute Idee hatte: Mit der Sicherheit, dass ich es nicht schaffen werde, an Wochenenden oder im Urlaub wirklich soviel zu fahren, dass sich eine BahnCard 100 wirklich gelohnt hätte, aber mit der Bereitschaft, das Geld schon auszugeben, kaufe ich mir einfach eine Jahreskarte für Frankfurt, eine BahnCard 50 (ob ich die 25er behalte, weiß ich noch nicht) und überweise mir jeden Monat € 248,40 auf ein eigenes Reise-Konto, von dem ich Reisen bezahle. Das hat den Vorteil, dass ich von dem Geld auch mal ins Ausland fahren kann, was ich mit einer BahnCard 100 mit Sicherheit nicht machen würde (denn ich habe ja schon viel Geld fürs Bahnfahren bezahlt). Also, win-win-Situation!

Und dann habe ich auch wieder Anlässe, was ins Blog zu schreiben. (Der Grund für diesen Post war neben der Darlegung meiner Gedanken und dem Dank an Fips, dass ich was interessantes für meinen 500. Tweet haben wollte ☺ )

Unter: bahn, reisen, technik

Bjørn, 14. Februar 2012

E-Book?

Ich habe seit ungefähr einem halben Jahr einen e-Reader, und zwar den kindle von Amazon. Ich bin sehr zufrieden damit, und heute mittag hat mich eine Freundin per Mail danach gefragt. Da die Antwort recht ausführlich und keinesfalls vertraulich ist, habe ich mich entschlossen, das zu veröffentlichen:

Ich habe mal ein paar Frage bezüglich dem Ebook-Reader, den Du dir gekauft hast. Was für ein Model ist denn das, warum hast Du dich nicht für ein Konkurrenzprodukt entschieden und würdest Du dir, wenn Du dir nochmal einen kaufen würdest, wieder diesen kaufen? Ich habe nämlich vor, mir demnächst selber einen zuzulegen. Nun bin ich am Vergleichen, da ja Verschiedene am Markt angeboten werden.

Ich habe den "kleinen" (6 Zoll-) Amazon kindle, der jetzt als "Kindle Keyboard" angeboten wird. (Ich sehe eben, dass der Kindle auch in einer noch kleineren (vom Funktionsumfang her) Version angeboten wird, mit weniger Tasten, weniger Speicher und weniger Akku.)

Ich hatte mich nach relativ eingehender Recherche für den Kindle entschieden, weil ich die Bedienung im Vergleich sehr intuitiv fand und ich kein Touchscreen wollte (das ist Geschmackssache, war aber für mich tatsächlich sehr ausschlaggebend). Das waren, glaube ich, tatsächlich die einzigen Gründe. Nachteilig ist, dass man auf Amazon festgelegt ist, während man z.B. mit den Sony-Readern sowohl von Thalia als auch von Hugendubel Bücher kann (und auch von noch anderen Firmen). Da ich bis jetzt ausschließlich Klassiker gelesen habe, die nicht mehr dem Urheberrecht unterliegen, ist das aber für mich vollkommen egal.

Den Kindle gibt's auch noch in einer ca. DIN A4-großen Variante, die mir aber zu sperrig ist — mein momentaner ist nur unwesentlich größer als DIN A5, leicht, und mit einer Tasche, die du für 40 Euro dazukaufen kannst, sehr gut transportabel.

Noch ein paar Downsides: Der Kindle kann zwar pdfs anzeigen (lass' dir nicht von irgendwelchen Verkäufern erzählen, das könne er nicht, das war die allererste Version), ist dabei aber extrem langsam. Dafür ist er halt nicht gebaut. Wie das bei den anderen Readern aussieht, weiß ich nicht. Gleiches gilt für die Anzeige von Bildern oder Bilderserien, bei denen ist es aber noch ein wenig komplizierter, die richtig auf den kindle zu laden. Dem kindle Seitenzahlen zu entlocken ist — auch systembedingt — nicht (leicht?) möglich, also zum Beispiel zu wissen, wieviele Bildschirmseiten das Kapitel noch hat (oder das nächste — lese ich es noch vorm Schlafen?), ist nur durch vorblättern herauszufinden. Again, keine Ahnung, wie das bei den anderen ist. Zu guter Letzt finde ich die Bedienung zwar ziemlich gut, aber natürlich nicht perfekt.

Insgesamt finde ich, die Investition hat sich gelohnt, obwohl sie das vielleicht aus einer rein finanziellen Sicht nicht getan hat. (Da ich ca. 0,50-1,00 Euro pro Buch spare, müsste ich etwa 200 oder eher mehr Bücher lesen, bis sich das rechnet — wird nicht passieren.) Allerdings lese ich viel mehr als vorher, und auch wenn ich nicht alles am Kindle richtig toll finde (siehe oben), macht es doch ziemlich Spaß. Ich habe mir sogar von traffiq.de alle Fahrpläne in Frankfurt runtergeladen, und kann recht leicht herausfinden, ob ich gleich rennen muss zum Umsteigen oder mir Zeit lassen kann (ok, das kann mein Handy auch, aber das finde ich zu scheiße, um es ständig benutzen zu wollen).

Ja, ich würde mich ziemlich sicher wieder für den kindle entscheiden, allerdings nicht, ohne zu gucken, ob die Vorteile nicht mittlerweile in den anderen Readern vorhanden sind.


1. Update, Donnerstag, 12.01.2012 Nun ja, da war der Artikel keine 24 Stunden alt, und ich muss hinter die ganzen Loblieder auf den kindle was negatives sagen: Letzte Nacht hat sich das Display von der Gemeinschaft der funktionierenden Dinge verabschiedet. Es ist — ohne mir offensichtlichen Grund — scheinbar intern gerissen. Ich habe es dann heute abend daheim direkt eingepackt und an Amazon geschickt und warte nun gespannt auf die Qualität des Kundenservices.


2. Update, Freitag, 20.01.2012 Jetzt bin ich ein wenig verwirrt, und ich weiß nicht, ob ich das gut oder schlecht finden soll: Am Dienstag habe ich eine E-Mail von Amazon bekommen, dass mir der Einkaufspreis von meinem kindle erstattet würde. Ich muss zwar zugeben, dass ich nicht den richtigen Weg mit der Einsendung gegangen bin (da hätte ich einen Aufkleber ausdrucken müssen, aber das habe ich erst später gefunden — Minuspunkt für unübersichtliche Webseite). Zum Glück hatte ich vorher ein komplettes Backup von meinem kindle gemacht, also alles gut.

Nun sollte ich heute einen neuen kindle bekommen haben, den ich mir neu bestellt habe. Ob die Post den wirklich geliefert hat, werde ich dann sehen, wenn ich selbst wieder heim komme. Aber das gute dabei: Mittlerweile kostet der kindle nur noch 119 Euro statt 139, die ich dafür bezahlt hatte.

In jedem Fall hat der Kundenservice sehr schnell reagiert, auch wenn, wie gesagt, nicht ganz so, wie ich es erwartet habe. Aber unterm Strich ist das rausgekommen, was ich erwartet habe, und das komplett ohne Diskussion oder Kämpfe. Vielen Dank, amazon!

Unter: technik, lesen

Bjørn, 11. Januar 2012

Logik in Blöcken

Im Einrichtungs-Bereich der nicht-sichtbaren Strecke wird ein Blocksystem eingebaut. Wieviele Blöcke das sein werden, steht noch nicht fest, aber das mindeste sind die Blöcke B1.T und B1.H, der Schattenbahnhof S und ein Block in C (siehe Skizze). Ich gehe davon aus, dass ich n+1 Blöcke vor dem Schattenbahnhof (B1.T, B1.H und B2 bis Bn) habe, sowie m Blöcke hinter dem Schattenbahnhof (C1 bis Cm). Um Wendezüge zu ermöglichen, muss der ganze Block abgeschaltet werden, und nicht nur ein kleiner Teil vor der Halteposition. Um Achszähler zu vermeiden, werde ich davon ausgehen, dass die Züge nicht abreißen.

In jedem Block gibt es vier logische Punkte: Den Anfang A, den "Frei"-Punkt F, den Stop-Punkt S und den End-Punkt E. Punkt A im Block i ist identisch mit Punkt E im Block i+1. Der Abstand von A und F im gleichen Block muss größer oder gleich der längsten zulässigen Zuglänge sein, und der Abstand von S und E muss größer des längsten möglichen Bremsweg sein. Ich bin mir nicht sicher, ob es Sinn machen könnte, zu erlauben, dass Punkt S vor Punkt F kommt. An Punkten F und S stelle ich mir als Kontakte Lichtschranken vor.

Zur Namenskonvention: Anfang: Der physikalische Beginn des Blockes, Frei: Ab hier ist der letzte Block frei, Stop: Ab hier muss die Spannung abgeschaltet werden, falls der nächste Block nicht frei ist, Ende: das Ende des Blockes.

Ein Block kann vier verschiedene logische Zustände haben:

F
Frei: Kein Zug im Block oder Zug zwischen A und F. i-1 ist A.
E
Einfahrt: Zug zwischen F und S. i-1 ist nicht A.
W
Warten: Zug zwischen S und E, Ausfahrt nicht erlaubt. i+1 ist nicht F.
A
Ausfahrt: Zug zwischen S und E, fährt nach i+1 aus. i+1 ist F.

Damit ergeben sich folgende mögliche Kombinationen aus Auslösen der Schalter S und logischem Zustand des Blockes i+1 Z:

ZustandLichtschrankeResultat
FFi-1:F; Einfahrt. i:E
FSDarf nicht passieren!
EFEinfahrt.
ESHalteposition erreicht: Wenn i+1:F, dann i:A, sonst i:W
WFZug steht und ragt nach hinten (ok)
WSZug steht und ragt nach hinten (ok)
AFAusfahrt (ok)
ASAusfahrt (ok)

Es werden also zwei Zustände von außen geändert (A und F), und zwei intern (E, W). Die Ausfahrt vom Schattenbahnhof nach C1 ist prinzipiell identisch zur Fahrt von den Blöcken B1 nach B2, nur, dass die Ausfahrt von S nicht automatisch getriggert werden soll. Die Einfahrt in den Schattenbahnhof hat als Besonderheit nur, dass das "Frei"-Signal auf kompliziertere Weise erzeugt werden muss und mit den Weichen übereinstimmt.

Unter: modellbahn, bahn, technik, blocksystem

Bjørn, 4. Januar 2012

Modellbahn-Steuerung

Ich will eine Modellbahnanlage verkabeln. Ja, nur verkabeln, bauen tut jemand anders. Aber ich will dazu die Technik machen. Das generelle schematische Layout ist in der ersten Grafik zu sehen: Ein Bahnhof mit drei eingleisige Ausfahrten, eine davon (Å) ist vorerst unwichtig. Die beiden anderen (L,K) führen, nach einer Überwerfung, in einen Schattenbahnhof (S).

Meine Anforderungen an die Schaltung sind leider so, dass ich im Internet keine Beispiele finde:

Ich habe noch keine Ahnung, wie die Schaltung am Ende aussieht, aber ich habe einen Idee, wie der genaue Anforderungskatalog aussehen könnte. Wenn ich im Laufe der Zeit tolle Ideen bekomme, werde ich sie hier weiterführen. Zunächst wird es wohl um die Blocksteuerung gehen. (Wer so ne Schaltung kennt, kann mir auch gerne Tipps geben.)

Unter: modellbahn, bahn, technik, blocksystem

Bjørn, 3. Januar 2012

Anything was possible last night. That was the trouble with last nights. They were always followed by this mornings.

Terry Pratchett, Small Gods

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